Innsbruck Naturfoto Bertl
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Über Stative,
Warum ist wohl das Stativ bei uns Fotografen so unbeliebt?
Wir wissen ja eh alle, dass es die Qualität unserer Fotos verbessern könnte. An
was kann es also liegen?
Ich beobachte eine Gruppe Touristen vor einem antiken griechischen Bauwerk kurz
vor Sonnenuntergang. Einer steht etwas
abseits der Gruppe, die Kamera auf einem Stativ montiert. Bei mehr als der
Hälfte der anderen blitzt es schon munter drauflos.
Warum werde ich bloss das Gefühl nicht los, das der
Stativfotograf irgendwie
komisch angeschaut, und ich wette, von einigen innerlich belächelt wird?
O.K., gehen wir mal so ein dreibeiniges Ungeheuer einkaufen.
Da stehen sie, in Reih und Glied, von klein bis gross, von billig bis teuer, von
mickrig bis super. Die neue SLR-Ausrüstung digital hat 1200,00 Euro gekostet, inclusive Telezoom 70-300. Da soll
jetzt noch Geld raus für so
einen "Platz-im-Koffer-Vernichter", für so ein "weiss-dauernd-nicht-wohin-damit-Dings".
Da reichen doch 45
Euro für so einen Ständer mit Gummikopf und Spagettibeinen. Ich will ja vor dem
Verkäufer nicht als Anfänger
dastehen. Schliesslich habe ich gerade einen Haufen Geld in eine professionelle
Fotoausrüstung investiert.
Und überhaupt! Ich bin Rafter und Fotograf, nein-, Biker, Bergsteiger und
Fotograf, nein-, Kanufahrer, Drachenlenker, Outdoorfreak ..... und Fotograf, ich habe EINFACH KEINEN PLATZ für so
ein Ding!
Nein, jetzt mal ernsthaft. Wie soll ein Stativ beschaffen sein das mich bei der
Realisierung meiner Bildideen erfolgreich über viele Jahre unterstützt. Im wahrsten Sinne des Wortes?
Das für mich optimale Stativ sieht so aus: Die voll ausgefahrene Höhe habe ich
so gewählt, dass ich ohne ausgefahrene Mittelsäule ein Motiv auch auf einer Anhöhe oder einem Baum entspannt für längere Zeit
beobachten kann. Mein Kreuz ist wirklich happy dabei. Das Schnellwechselsystem ist das
nächste und schwächste
Glied zwischen Kamera und Boden.Hier sollte man am wenigsten sparen. Wäre auch super, wenn es eine Sicherung
hätte. Weil, ein falscher Griff,
und ab geht die Post. Die Kamera hüpft den Abhang hinunter und taucht elegant in
den Gebirgsbach.
Alles
schon dagewesen.
Mein Stativkopf ist robust, stabil und hat nur zwei griffige Hebel. Damit sind
alle Kamerapositionen kippsicher,
geschmeidig zu justieren und sicher zu fixieren. Die extrem kurze Mittelsäule
und die bis horizontal ausschwenkbaren Beine erlauben ein optimales Anpassen an jedes Gelände. Auch knapp über
dem Boden habe ich so eine
wirksame Stütze. Die Beine sind dreisegmentig, natürlich auch mit dicken
Handschuhen leicht bedienbar.
Um die obersten Segmente habe ich üppig mit Tarnklebeband
Schaumstoffgummiummantelung aus dem Sanitärladen montiert.
Wenn man weiss, wie kalt ein Stativ im Winter wirklich werden
kann, ist man froh darüber.
Ausserdem lässt sich das Ding so viel bequemer auf
den Schultern transportieren.
Ich bin es mittlerweile so gewohnt, damit zu arbeiten, dass mich die knapp vier
Kilo nur selten nerven. Der ganze
fotografische Ablauf, egal mit welcher Kamera, ist für mich ohne mein Stativ
nicht mehr vorstellbar. Die vier-,bis sechshundert Euro haben sich schon lange
in Form von fantastischen Bildern
amortisiert.
Zum Schluss noch: Das Bild macht immer noch das Objektiv, egal auf was es projiziert, und das auch nur,
wenn es bombenfest fixiert ist.
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